Das Konzept der „Nachhaltigen Entwicklung“ basiert auf der Erkenntnis, dass unsere derzeitige Art zu leben und zu wirtschaften nicht fortgesetzt werden kann, ohne dass ökologische Risiken sowie ökonomische und soziale Ungerechtigkeiten weltweit zunehmen. Nach der Definition der Brundtlandkommission der UN für Umwelt und Entwicklung von 1987 ist Nachhaltigkeit eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält.
Nachhaltige Entwicklung hat vier Dimensionen: Ökonomische und ökologische, soziale und kulturelle Aspekte müssen zusammenfließen, um eine lebenswerte Welt für die Zukunft zu sichern. Die Belastungsgrenzen des ökologischen Systems müssen dabei jedoch stets das Fundament sein.
Nachhaltige Entwicklung ist ein normatives, ethisch begründetes Konzept, nach dem der Mensch Verantwortung für sich selbst, seine soziale Mitwelt sowie für die natürliche Umwelt hat. Im Sinne dieses Leitbildes ist es eine gesellschaftliche Aufgabe, die natürlichen Lebensgrundlagen für jetzige und folgende Generationen in der einen Welt zu bewahren und einen Beitrag zu sozialer Gerechtigkeit und kultureller Vielfalt zu leisten.