Bildung für nachhaltige Entwicklung

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) basiert auf dem Konzept der Nachhaltigkeit. Angesichts der zentralen Herausforderungen, zu denen vor allem die Sicherung der Umwelt als menschliche Lebensgrundlage und die Bekämpfung weltweiter Armut gehören, wird deutlich, dass bestehende Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt sowie zwischen Entwicklungs- und Industrieländern überdacht und neu gestaltet werden müssen.

Der bereits spürbar stattfindende Klimawandel macht heute schon klar: Wir müssen uns deutlich und schnell umorientieren. Das gelingt nur, wenn alle Mitglieder der Gesellschaft einbezogen sind, ihren Teil dazu beitragen und wenn viele Menschen gemeinsam im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung handeln. Dazu braucht es einen Perspektivwechsel und eine Neuorientierung, die mit einem Bewusstseinswandel der Individuen einhergeht, der nur über Bildung und Lernen erwirkt werden kann.

Ziel ist die Stärkung von Gestaltungskompetenz. Unter Gestaltungskompetenz versteht man das „nach vorne weisende Vermögen, die Zukunft von Sozietäten, in denen man lebt, in aktiver Teilhabe im Sinne nachhaltiger Entwicklung modifizieren und modellieren zu können“ (de Haan / Harenberg 1999, S. 62) Bildung für nachhaltige Entwicklung möchte die Menschen mit geeigneten Inhalten und Methoden dazu befähigen, Zukunftschancen zu erkennen und gemeinsam mit anderen aktiv und verantwortungsvoll zu nutzen.

Geeignete Inhalte entsprechen den Kriterien von längerfristiger Bedeutung zu sein, Engagement und Partizipation an Gestaltungsprozessen zu ermöglichen und differenziertes Wissen mit unterschiedlichen Herangehensweisen befördern sowie Bezüge zwischen der lokalen Verankerung, der eigenen Lebenswirklichkeit und der globalen Problemlage herzustellen. Zukunftsorientiertes Lernen und Handeln ist dabei an keine Altersstufe gebunden.