Wir haben wichtige Fragen für Sie beantwortet. Sollten Sie Anregungen oder weitere Fragen haben, können Sie jederzeit mit uns Kontakt aufnehmen.
Unser Anliegen ist es, Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich, in Kindergärten bzw. Kindertagesstätten, am Beispiel des Themas Energie und Umwelt stärker zu verankern. Die bisherige Diskussion in der pädagogischen Bildungswissenschaft und Praxis hat den Elementarbereich in diesem Zusammenhang häufig ausgeklammert.
Bis Ende 2012 wollen wir deshalb mindestens 4.000 ErzieherInnen fortbilden und dabei das Bildungskonzept im Alltag von etwa zehn Prozent der Kindergärten und Kindertagesstätten in Deutschland verankern.
Unser Ziel ist es, bis Ende 2012 die Projektergebnisse fortlaufend in den Diskurs der FachexpertInnen und bildungspolitisch Verantwortlichen einzubringen.
Darüber hinaus möchten wir Impulse geben, Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Bildungs-plänen der Kindergärten und in den Lehrplänen, den sog. Curricula, von Fachschulen für ErzieherInnen dauerhaft zu verankern.
Leuchtpol möchte eine gesellschaftliche Aufmerksamkeit für das Themenfeld Bildung für eine nachhaltige Entwicklung und der damit verbundenen Herausforderungen für unsere Lebensweise schaffen.
In den Leuchtpol-Regionalbüros werden Fortbildungskonzepte angepasst an den Bedürfnissen der TeilnehmerInnen und den jeweiligen Bildungsplänen der Länder zu Bildung für eine nachhaltige Entwicklung am Beispiel von Energie und Umwelt entwickelt.
Ein wesentlicher Inhalt der Fortbildungen ist immer ein praktischer Teil: ErzieherInnen erhalten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen und ihr Wissen zu erweitern. Sie forschen selbst, experimentieren oder philosophieren. Dies geschieht z.B. in Lernwerkstätten mit Experimentiermöglichkeiten zu Wärme, Solarenergie oder Strom.
In den Fortbildungen werden gemeinsam Ideen entwickelt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Kindergärten umgesetzt werden kann. Die ErzieherInnen lernen Methoden und Ideen kennen, mit Hilfe derer sie im Kindergartenalltag Lernsituationen schaffen, die das Selbstlernen der Kinder fördern und den Kindern sinnliche Anregungen bieten, die ihnen den Zugang zu dem komplexen Thema „Energie“ erleichtern.
Hintergrundwissen zu Bildung für nachhaltige Entwicklung, Energie und kindlichem Lernen wird erarbeitet. Dabei werden Schwerpunkte Weiterbildungskurse gemeinsam entwickelt.
An den Fortbildungen kann sich jeweils eine pädagogische Fachkraft aller interessierten Kindergärten und Kindertagesstätten beteiligen. Die Fortbildungen richten sich an die Fachkräfte der Einrichtung, nach Möglichkeit sollte eine GruppenleiterIn jeder Einrichtung kommen. Ein Hochschulstudium ist keine Voraussetzung.
Die Fortbildungen sind für eine pädagogische Fachkraft der Einrichtung kostenlos. Bei erfolgreicher Teilnahme, der Umsetzung des Projekts in der Einrichtung und der anschließenden Dokumentation werden den Kindergärten umfangreiche Materialien für die praktische Umsetzung in ihren Einrichtungen zur Verfügung gestellt, außerdem erhalten alle Teilnahmebestätigungen bzw. Zertifikate.
Im Regelfall kann ein/e TeilnehmerIn pro Einrichtung an einer Leuchtpol-Fortbildung teilnehmen. Sollte eine zweite Person aus einer Einrichtung an der Fortbildung teilnehmen wollen, wird diese zunächst auf einer Warteliste aufgenommen. Sollte die Fortbildung nicht ausgebucht sein, kann der/die Interessierte bei Zahlung von Übernachtungs- und Verpflegungskosten an dieser Fortbildung teilnehmen.
Die kostenlosen Fortbildungen orientieren sich eng an den individuellen Bedürfnissen der Erzieherinnen und Erzieher sowie ihrer Kindergärten. Sie sind darauf ausgerichtet, das Gelernte in den Einrichtungen praktisch umzusetzen. Neben den Materialien und Anregungen für die Praxisarbeit können die Einrichtungen nach der Fortbildung auch auf die Beratung und Unterstützung der ExpertInnen von Leuchtpol zurückgreifen.
Die Leuchtpol-Zentrale hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Das Frankfurter Team ist für die Planung, Kommunikation und Koordination des Gesamtprojekts zuständig sowie dafür, das pädagogische Rahmenkonzept weiterzuentwickeln, und wird dabei von den Regionalbüros unterstützt.
Die Regionalbüros in den Bundesländern organisieren und verantworten die Fortbildungen vor Ort, entwickeln die regionalen Fortbildungskonzepte und beraten die Einrichtungen.
Durch Pilotprojekte und Initiativen verfügen einzelne Bildungseinrichtungen bereits über Praxiserfahrungen im Bereich der frühkindlichen Energie- und Umweltbildung. Auf diesen konnte Leuchtpol aufbauen.
Wissenschaftlich unterstützt vom Institut für integrative Studien der Leuphana Universität Lüneburg hat die Projektgesellschaft die zahlreichen Einzelerfahrungen gebündelt und zu einem pädagogischen Rahmenkonzept für Leuchtpol weiterentwickelt.
Die Leuchtpol-Regionalbüros in ganz Deutschland entwickeln auf dieser Grundlage ihre eigenen Konzepte, die an die individuellen Gegebenheiten vor Ort angepasst sind.
Ein reger Austausch der Regionalbüros untereinander, aber auch zwischen Wissenschaft und Praxis ermöglicht gegenseitiges Lernen und eine kontinuierliche Verbesserung der inhaltlichen Arbeit im Projekt. Das Rahmenkonzept wird daher kontinuierlich weiterentwickelt.
Bildung ist ein wesentlicher Schlüssel für die Teilhabe an der gesellschaftlichen Entwicklung. Wir sehen Bildung vor allem im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung und meinen, sie solle Menschen befähigen, die Zukunft unserer Gesellschaft gemeinsam und partizipativ zu gestalten.
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stellt die Frage, welche Fähigkeiten wir brauchen, um unseren Planeten als Lebensraum zu erhalten und mit den natürlichen Ressourcen nachhaltig, d.h. ökologisch verantwortungsbewusst, sozial gerecht und ökonomisch tragfähig umzugehen.
BNE fördert zum einen die Fähigkeiten, die individuellen Bedürfnisse auch mit geringerem Ressourcenverbrauch zu erfüllen. Zum anderen möchte BNE die Menschen auch darin ermutigen, sich in Gemeinschaften verantwortungsvoll einzubringen und die Gesellschaft auf demo-kratischem Weg aktiv mitzugestalten.
Es kommt dabei darauf an, nicht einfach nur vorgegebenen Rezepten zu folgen, sondern gemeinsam intelligente und fantasievolle Lösungen zu entwickeln.
Auch Kinder können beginnen, sich auf ihre eigene Art dem Thema Nachhaltigkeit zu nähern, dessen Bedeutung für unser alltägliches Handeln erkennen und daraus Schlüsse für das Alltagshandeln ziehen.
Bildung für nachhaltige Entwicklung hat vielfältige Dimensionen – das Themenfeld Umwelt und Energie ist für uns eines der ganz zentralen Themen. Deshalb legt Leuchtpol darauf seinen Schwerpunkt.
Darüber hinaus bietet das Thema Energie vielfältige Anknüpfungspunkte im Alltag der Kinder: So können Kinder Energie bei der Fortbewegung, beim Heizen, Kochen oder der Beleuchtung erfahren.
Auch die Eltern sind für das Projekt Leuchtpol wichtig. Sie werden unter anderem durch die Projektzeitung mit einbezogen. Diese liegen in vielen KITAs aus, die das Leuchtpolprojekt in die Praxis umsetzen.
Kontakt
Leuchtpol
gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Umweltbildung im Elementarbereich mbH
Robert-Mayer-Str. 48-50
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T 069 310192-0
F 069 310192-29
Projektzeitung, Leuchtpol-Broschüre und Infoflyer gibt es digital zum Lesen und Ausdrucken.