Agenda 21 - Messe Bildung für nachhaltige Entwicklung
Vom 8. bis 26. November 2010 findet im Foyer des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen die 6. Agenda 21-Messe "Bildung für nachhaltige Entwicklung" statt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Messe steht dabei nicht der Schulunterricht im Fokus, sondern die frühkindliche Bildung und die Weiterbildung von Erwachsenen. Angereichert wird die Messe von Sonderausstellungen und Fachvorträgen zum Thema.
Als größter sächsischer Anbieter von Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich ist auch das Leuchtpol Regionalbüro Sachsen / Thüringen auf der Messe vertreten. An unserem Stand finden die Messebesucher umfassende Informationen zu Leuchtpol und zur Fortbildungsarbeit unseres Regionalbüros. Personen die sich für die praktische Umsetzung des Bildungskonzeptes Bildung für nachhaltige Entwicklung im Freistaat und unser Regionalbüro interessieren, sind herzlich eingeladen, einen Blick auf die Ausstellung und unseren Stand zu werfen.
6. Agenda 21 Messe "Bildung für nachhaltige Entwicklung"
8. - 26. November 2011
Lichthof des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen
Carolaplatz 1
01097 Dresden
Weitere Infos zur Veranstaltung finden sie auf der Website
www.dresdner-agenda21.de.
Informationen über Leuchtpol und unsere aktuellen Fortbildungsangebote erhalten Sie telefonisch unter 0371 - 666 509 10.
Die Bildungsmesse ist eine Veranstaltung der Lokale Agenda 21 für Dresden e. V. in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und Sport sowie der Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LANU). Die Messe findet im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005 - 2014) statt.
Presseinformation
Die ersten 20 Teilnehmerinnen aus Thüringen entwickelten gemeinsam Ideen, wie sie das Themenfeld Energie und Umwelt mit den 3-bis 6-Jährigen erforschen können. Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung zur Fortbildung erhalten sie ihre Zertifikate.
Chemnitz/Crossen. 19.08.2010.
Sie haben sich mit nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz befasst, mit Wind, Wasser und Sonnenkraft experimentiert und eine Biogasanlage besucht. Nach fünf spannenden Fortbildungstagen im März und im Mai diesen Jahres ist es nun auch in Thüringen soweit: Am 19. August erhielten die ersten 20 Erzieherinnen ihr Leuchtpol-Zertifikat auf dem Rittergut Nickelsdorf in Crossen. Die Fortbildung zum Konzept Bildung für nachhaltige Umwelt am Beispiel von Energie und Umwelt wurde von dem Leuchtpol-Regionalbüro Sachsen/Thüringen ausgerichtet.
Die Teilnehmerinnen gehören nun zu den bundesweit mehr als 1.000 pädagogischen Fachkräften, die seit März 2009 bereits an einer berufsbegleitenden, kostenfreien Fortbildung des Bildungsprojekts Leuchtpol teilgenommen haben. Zu der Zertifikatsübergabe waren zahlreiche Gäste gekommen: Der Kreisrat und Bürgermeister des Bioenergiedorfs Schlöben, Hans-Peter Perschke, präsentierte in seinem Grußwort die Bioenergieregion Jena-Saale-Holzland und den Trägerverein des Rittergutes, den Verein „Ländliche Kerne“. Eine der beiden Geschäftsführerinnen von Leuchtpol, Christine Sauer, beschrieb die Ziele und Inhalte des Bildungsprojekts. Den Zusammenhang zwischen den Leuchtpol-Fortbildungen und dem Thüringer Bildungsplan sowie dem Bildungskonzept der AWO stellte der Vorsitzende des AWO-Landesverbandes Thüringen, Werner Griese, heraus. Die Kinder der Integrativen Kita „Regenbogen“ aus Eisenberg umrahmten die Veranstaltung musikalisch.
Auch Dr. Kerstin Dellemann vom Referat Kindertagesstätten des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kunst und Karin Griese, die Bereichsleiterin Kindertagesstätten des AWO-Landesverbandes Thüringen, betonten die zukunftsweisende Bedeutung des Themenfelds Energie und Umwelt in der Elementarbildung. Anke Schröpfer, Landeskoordination Bildung für nachhaltige Entwicklung im Bereich Schule und Jugend, sagte:
„Ich freue mich ganz besonders über diese erste Leuchtpol-Fortbildung in Thüringen. Der Thüringer Bildungsplan für Kinder bis zehn Jahre greift das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung auf und die Teilnehmerinnen können nun einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dieses im Alltag in der Kindertagesstätte umzusetzen.“
Das Regionalbüro Sachsen/Thüringen hat die Abschlussveranstaltung in enger Zusammenarbeit mit dem Projekt “Bioenergieregion Jena-Saale-Holzland“ vorbereitet, das zusätzlich eine Ausstellung mit Exponaten rund um erneuerbare Energien zur Verfügung stellte. Diese gaben einen ersten Einblick in das von der Bioenergieregion geplante Jugendforschungscamp, das Bildung für nachhaltige Entwicklung bei Schülern vorantreiben möchte.
Kontakt Regionalbüro Sachsen/Thüringen:
Kathrin Weinrich
Leiterin Regionalbüro Sachsen / Thüringen
T 0371 - 666 509 11
F 0371 - 666 509 20
E k.weinrich@leuchtpol.de
Im Rahmen ihres Vertiefungsmodules in der Leuchtpol-Fortbildung haben sich 17 ErzieherInnen in Hohenstein-Ernstthal auf Insektensuche begeben. Unter Anleitung des Chemnitzer Umweltpädagogen Marko Eigner wurde so mancher Stein umgedreht, morsche Baumstümpfe angehackt sowie Wiesen und Sträucher genauer unter die Lupe genommen. Die dabei entdeckte Vielfalt an Krabbeltieren erstaunte sogar die erfahrenen Kleingärtner unter den TeilnehmerInnen. Tapfer stapften die ErziehrInnen durch den sächsischen Juniregen und löcherten Herrn Eigner mit jeder Menge Fragen. Dass der Experte auch noch "Material" zum Anfassen dabei hatte, rundete sein interessantes Angebot ab. Wann hat man schließlich schon mal die Gelegenheit, sich eine 10cm lange und fingerdicke Riesenraupe aus Brasilien auf die Hand zu setzen.
Was das ganze mit Bildung für nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich zu tun hat? Nun, neben dem methodischen Aspekt des selbst erforschens, eine ganze Menge. Nur wer mit offenen Augen und ohne Berührungsängste durch unsere Umwelt streift, wird erkennen, welche unheimliche Vielfalt sich meist unbemerkt verborgen hält und kann so lernen, welche Aufgaben verschiedenste Arten in der Natur erfüllen. Unsere Umwelt wird so als ein gemeinsamer Lebensraum erfahrbar, in dem jeder Platz und Bestimmung findet. Wer sich die Zusammenhänge in der Natur auf diese aktive Art und Weise selbst erschließen kann, wird sich später auch mit der Auseinandersetzung komplexer Probleme in einer globalisierten Welt leichter tun.
Ein mit Fortbildungstagen gut ausgelasteter Frühling nähert sich so langsam dem Ende: knapp 120 Erzieherinnen und Erzieher durchliefen in den vergangenen zwei Monaten ein sächsisch-thüringisches Leuchtpol Seminar.
Während in Thüringen sowie in den sächsischen Landkreisen Zwickau und Bautzen zunächst einmal der Startschuss für das Einführungsseminar fiel, tauchten die erzgebirgischen Teilnehmer in ihrem Vertiefungsmodul bereits noch tiefer in die Materie. Durchweg erfolgreiche Seminar-Abschlüsse mit zum Teil bemerkenswerten Praxisdokumentationen gab es in Chemnitz und im Landkreis Görlitz zu feiern.
Egal ob hinter dicken Klostermauern in der Lausitz, in thüringischen Rittergütern oder Umweltstationen im Erzgebirge, eines wird auch dem Team des Leuchtpol - Regionalbüros jedes Mal aufs neue klar: Erzieherinnen und Erzieher sind nicht nur eine besonders aufgeschlossene Zielgruppe, sondern auch eine wissbegierige und durchaus diskussionsfreudige. Kurzweilige und unterhaltsame Tage sind deshalb auch bei intensiver und reichhaltiger Fortbildungsarbeit garantiert!
Im Folgenden eine kleine Auswahl an Fortbildungsschnappschüssen:
Verantwortung für die Zukunft ist nichts Abstraktes, sondern zeigt sich mit unseren Kindern und Enkelkindern immer schon mitten unter uns. Initiativen wie Leuchtpol helfen dabei, diese Chance zu nutzen und über die Generationen hinweg voneinander zu lernen.
Prof. Dr Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS)